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Samstag, 8. September 2012
markushusen, 20:48h
Ein herzliches Здравствуйте an meine lieben Leser,
heute ist also fast die erste Woche vergangen und ich kann die ersten Eindrücke mit euch teilen. Ich hatte zufällig das Glück, dass mein Pate, der vor zwei Jahren auch auf meiner Stelle gearbeitet hat, anwesend war, sodass er mir bei den sprachlichen Besonderheiten der russischen Sprache ein wenig unter die Arme greifen konnte.
In der vergangenen Woche hab ich also meine Arbeitsfelder kennengelernt. Montags und Mittwochs bin ich in der Regel bis Mittags bei dem "Wagon". Das ist ein ausgedienter Zugwagon, in dem Bänke und Tische gelagert werden, damit dort zwei mal pro Woche obdachlose Menschen mit Suppe und Tee versorgt werden können. Anschließend geht es, wie an allen Werktagen um ca. 12 Uhr ins Kinderzentrum. Hier werden Kinder aufgenommen, um die sich die Eltern zuhause aus den verschiedensten Gründen nicht mehr kümmern. Sie kommen direkt von der Schule dorthin und werden bei ihren Hausaufgaben betreut und mit verschiedenen Spielen oder Bastelaufgaben unterhalten.
Ich wohne bei Marco, Jura, Russlan und Andre. Sie führen das Haus in dem ich wohne. Ich wurde sehr gut aufgenommen und auch sonst hab ich keinen Grund zur Klage. Marco ist hier mein haupt Ansprechpartner. Mit ihm kann ich über alles reden (wenn ich denn kann ;)). Ein persönlicher Eindruck von Wolgograd von mir ist, dass es stellenweise eine sehr arme Stadt ist, die auch ihre problematischen Wohngegenden hat, aber die Menschen, denen ich bisher hier im Haus, im Kinderzentrum, auf der Straße etc. begegnet bin, sehr sehr gastfreundlich sind. Alles in allem gefällt es mir hier gut, auch wenn die Sprache mir noch Schwierigkeiten bereitet. Am kommenden Montag bekomme ich von der Direktorin des Kinderzentrums einen Arbeitsplan und hoffe, dass sie mich auch an der Uni einschreiben wird, damit ich dort meine Sprache aufbessern kann.
Heute abend war ich mit Alex (meinem Paten) und ein paar bekannten auf dem Stadtfest, das einmal pro Jahr stattfindet. Nachdem ich Alex und seine Begleitung zum Zug gebracht hatte, war ich mit ein paar seiner russischen Freunde, die er auch in seinem Jahr kennen gelernt hat unterwegs. Wir hatten sehr viel Spaß und uns sehr gut verstanden, da einer von ihnen gerade dabei ist deutsch zu lernen und wir uns jetzt gegenseitig versuchen die eigene Muttersprache dem anderen näher zubringen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächste Zeit und freue mich schon auf die Arbeit mit den Kindern, da mir diese in der vergangenen Woche am meisten Spaß gemacht hat.
Also meine Lieben, ihr werdet noch von mir hören!
Пока und До свидания
heute ist also fast die erste Woche vergangen und ich kann die ersten Eindrücke mit euch teilen. Ich hatte zufällig das Glück, dass mein Pate, der vor zwei Jahren auch auf meiner Stelle gearbeitet hat, anwesend war, sodass er mir bei den sprachlichen Besonderheiten der russischen Sprache ein wenig unter die Arme greifen konnte.
In der vergangenen Woche hab ich also meine Arbeitsfelder kennengelernt. Montags und Mittwochs bin ich in der Regel bis Mittags bei dem "Wagon". Das ist ein ausgedienter Zugwagon, in dem Bänke und Tische gelagert werden, damit dort zwei mal pro Woche obdachlose Menschen mit Suppe und Tee versorgt werden können. Anschließend geht es, wie an allen Werktagen um ca. 12 Uhr ins Kinderzentrum. Hier werden Kinder aufgenommen, um die sich die Eltern zuhause aus den verschiedensten Gründen nicht mehr kümmern. Sie kommen direkt von der Schule dorthin und werden bei ihren Hausaufgaben betreut und mit verschiedenen Spielen oder Bastelaufgaben unterhalten.
Ich wohne bei Marco, Jura, Russlan und Andre. Sie führen das Haus in dem ich wohne. Ich wurde sehr gut aufgenommen und auch sonst hab ich keinen Grund zur Klage. Marco ist hier mein haupt Ansprechpartner. Mit ihm kann ich über alles reden (wenn ich denn kann ;)). Ein persönlicher Eindruck von Wolgograd von mir ist, dass es stellenweise eine sehr arme Stadt ist, die auch ihre problematischen Wohngegenden hat, aber die Menschen, denen ich bisher hier im Haus, im Kinderzentrum, auf der Straße etc. begegnet bin, sehr sehr gastfreundlich sind. Alles in allem gefällt es mir hier gut, auch wenn die Sprache mir noch Schwierigkeiten bereitet. Am kommenden Montag bekomme ich von der Direktorin des Kinderzentrums einen Arbeitsplan und hoffe, dass sie mich auch an der Uni einschreiben wird, damit ich dort meine Sprache aufbessern kann.
Heute abend war ich mit Alex (meinem Paten) und ein paar bekannten auf dem Stadtfest, das einmal pro Jahr stattfindet. Nachdem ich Alex und seine Begleitung zum Zug gebracht hatte, war ich mit ein paar seiner russischen Freunde, die er auch in seinem Jahr kennen gelernt hat unterwegs. Wir hatten sehr viel Spaß und uns sehr gut verstanden, da einer von ihnen gerade dabei ist deutsch zu lernen und wir uns jetzt gegenseitig versuchen die eigene Muttersprache dem anderen näher zubringen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächste Zeit und freue mich schon auf die Arbeit mit den Kindern, da mir diese in der vergangenen Woche am meisten Spaß gemacht hat.
Also meine Lieben, ihr werdet noch von mir hören!
Пока und До свидания
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Samstag, 18. August 2012
Mein Jahr in Russland - Eine kurze Einleitung
markushusen, 12:44h
Ein herzliches moin moin - noch aus dem Emsland,
denn ab dem 03. September werde ich in regelmäßigen Abständen Berichte aus der fernen russischen Föderation nach Deutschland senden. Während meines Studiums der Religionspädagogik in Paderborn bin ich auf den Gedanken gestoßen, auch etwas anderes erleben zu wollen, als das, was ich nun in einigen Praxisphasen des Studiums mitbekommen habe. Somit entschied ich mich dazu, eine Bewerbung für den Freiwilligen-Dienst im Ausland (FDA) an das Bistum Osnabrück zu senden. Wie ihr seht hat alles wunderbar geklappt. Ich fahre am kommenden Montag nach Bochum um dort einen zweiwöchigen Aufbaukurs "a la crash" in Russisch zu absolvieren, um dann drei Tage später nach Wolgograd auszufliegen. Momentan ist mein bisheriger Wissensstand so, dass ich vor Ort in einem italienischen Caritashaus wohnen und arbeiten werde. Dieses Haus nimmt über Tag Kinder aus zerrütteten Familien auf und betreut sie, bevor sie dann wieder in die Familien zurückgebracht werden. Ich bin echt mal gespannt, wie das so für mich wird, wenn ich weiß, dass die Kinder in den Familien vielleicht geschlagen werden oder auf völlig alkoholisierte Eltern treffen, wenn sie nach Hause kommen. Aber dazu werde ich später sicherlich mehr schreiben (können). Weiterhin fahre ich mit der Hausleitung ein- bis zweimal in der Woche raus in die Stadt, um Obdachlose mit Nahrung zu versorgen.
So langsam, wo das Jahr immer näher rückt, steigt sogar in mir die Nervosität. Es kommen Fragen hoch, wie: Wie werde ich mit der Sprache zurechtkommen? Werde ich dort freundlich aufgenommen? Wie geht es mir, wenn ich mit Deutschland höchstens telefonischen Kontakt haben werde? Aber dazu später von Wolgograd aus mehr.
Wer Lust hat, kann alle Beiträge auch gerne kommentieren.
Also, пока und до свидания!
denn ab dem 03. September werde ich in regelmäßigen Abständen Berichte aus der fernen russischen Föderation nach Deutschland senden. Während meines Studiums der Religionspädagogik in Paderborn bin ich auf den Gedanken gestoßen, auch etwas anderes erleben zu wollen, als das, was ich nun in einigen Praxisphasen des Studiums mitbekommen habe. Somit entschied ich mich dazu, eine Bewerbung für den Freiwilligen-Dienst im Ausland (FDA) an das Bistum Osnabrück zu senden. Wie ihr seht hat alles wunderbar geklappt. Ich fahre am kommenden Montag nach Bochum um dort einen zweiwöchigen Aufbaukurs "a la crash" in Russisch zu absolvieren, um dann drei Tage später nach Wolgograd auszufliegen. Momentan ist mein bisheriger Wissensstand so, dass ich vor Ort in einem italienischen Caritashaus wohnen und arbeiten werde. Dieses Haus nimmt über Tag Kinder aus zerrütteten Familien auf und betreut sie, bevor sie dann wieder in die Familien zurückgebracht werden. Ich bin echt mal gespannt, wie das so für mich wird, wenn ich weiß, dass die Kinder in den Familien vielleicht geschlagen werden oder auf völlig alkoholisierte Eltern treffen, wenn sie nach Hause kommen. Aber dazu werde ich später sicherlich mehr schreiben (können). Weiterhin fahre ich mit der Hausleitung ein- bis zweimal in der Woche raus in die Stadt, um Obdachlose mit Nahrung zu versorgen.
So langsam, wo das Jahr immer näher rückt, steigt sogar in mir die Nervosität. Es kommen Fragen hoch, wie: Wie werde ich mit der Sprache zurechtkommen? Werde ich dort freundlich aufgenommen? Wie geht es mir, wenn ich mit Deutschland höchstens telefonischen Kontakt haben werde? Aber dazu später von Wolgograd aus mehr.
Wer Lust hat, kann alle Beiträge auch gerne kommentieren.
Also, пока und до свидания!
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