Samstag, 18. August 2012
Mein Jahr in Russland - Eine kurze Einleitung
Ein herzliches moin moin - noch aus dem Emsland,

denn ab dem 03. September werde ich in regelmäßigen Abständen Berichte aus der fernen russischen Föderation nach Deutschland senden. Während meines Studiums der Religionspädagogik in Paderborn bin ich auf den Gedanken gestoßen, auch etwas anderes erleben zu wollen, als das, was ich nun in einigen Praxisphasen des Studiums mitbekommen habe. Somit entschied ich mich dazu, eine Bewerbung für den Freiwilligen-Dienst im Ausland (FDA) an das Bistum Osnabrück zu senden. Wie ihr seht hat alles wunderbar geklappt. Ich fahre am kommenden Montag nach Bochum um dort einen zweiwöchigen Aufbaukurs "a la crash" in Russisch zu absolvieren, um dann drei Tage später nach Wolgograd auszufliegen. Momentan ist mein bisheriger Wissensstand so, dass ich vor Ort in einem italienischen Caritashaus wohnen und arbeiten werde. Dieses Haus nimmt über Tag Kinder aus zerrütteten Familien auf und betreut sie, bevor sie dann wieder in die Familien zurückgebracht werden. Ich bin echt mal gespannt, wie das so für mich wird, wenn ich weiß, dass die Kinder in den Familien vielleicht geschlagen werden oder auf völlig alkoholisierte Eltern treffen, wenn sie nach Hause kommen. Aber dazu werde ich später sicherlich mehr schreiben (können). Weiterhin fahre ich mit der Hausleitung ein- bis zweimal in der Woche raus in die Stadt, um Obdachlose mit Nahrung zu versorgen.

So langsam, wo das Jahr immer näher rückt, steigt sogar in mir die Nervosität. Es kommen Fragen hoch, wie: Wie werde ich mit der Sprache zurechtkommen? Werde ich dort freundlich aufgenommen? Wie geht es mir, wenn ich mit Deutschland höchstens telefonischen Kontakt haben werde? Aber dazu später von Wolgograd aus mehr.

Wer Lust hat, kann alle Beiträge auch gerne kommentieren.

Also, пока und до свидания!

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