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Mittwoch, 19. September 2012
Ein herzliches moin moin an meine Leser in den heimischen Landen,
markushusen, 17:24h
ja dies mal hat es etwas länger gedauert, bis der neue Beitrag den Bolg erreicht hat, denn meine letzte Woche, besonders das Wochenende war sehr erlebnisreich. Ich habe beispielsweise mit Russlan am Sonntag die sogenannte Mutter-Heimat-Statue und die umliegenden Gedenkstetten des zweiten Weltkrieges, besonders der verheerenden Schlacht bei Stalingrad, besucht. Die Mutter-Heimat-Statue auf dem Mamajew-Hügel im südrussischen Wolgograd (bis 1961 Stalingrad) ist eine Statue, die von der Sowjetunion zum Gedenken an den Sieg der sowjetischen Streitkräfte im Großen Vaterländischen Krieg errichtet wurde. Diese Statue ist nur minimal kleiner als die Freiheitsstatue in New York. Es war also hochinteressant zu sehen, in welcher Form die Russischen Bürger ihrer gefallenen Landsleute gedenken. Auf dem Weg zur Statue gibt es einen Treppenaufgang, der seitlich mit Darstellungen aus der Schlacht gerahmt ist. Während man die Treppe hinaufläuft sind Tonaufzeichnungen aus der Schlacht zu hören. Also Schüsse, Stimmen, Motorengeräusche. Es ist auf jeden Fall sehr beeindrucken und unbedingt ein Besuch wert, wenn man in Russland sein sollte.
Auf dem zweiten Foto, das ich hinzugefügt habe, sieht man mich und Russlan im sogenannten Saal des Soldatenruhmes. Dies ist ein rundes Gebäude, dass von Soldaten bewacht wird, in dem ein ewiges Feuer zum Zeichen des Gedenkens brennt. An der Innenwand dieses Gebäudes sind eine Auswahl an gefallenen russischen Soldaten namentlich auf Tafeln verewigt worden.
Das zweite große Erlebnis in dieser Woche war eine deutsche Messe (bzw. Wortgottesdienst) in unserer katholischen Kirche St. Nikolai gegenüber von dem Kinderzentrum in dem ich arbeite. Dort sollte ich mich als Deutscher in Wolgograd auch kurz vorstellen und erzählen was ich mache und wie ich dazu komme. Mehr wusste ich vor der Messe dann auch nicht. Es stellte sich allerdings um 16.00 Uhr heraus, dass plötzlich eine Reisegruppe, bestehend aus drei Bussen voller Menschen, die das mittlere Alter durchaus eher mehr als weniger überschritten hatten, vor der Kirche hielten und nun mit ihrem eigens mitgebrachten Priester einen Wortgottesdienst feiern wollten. Die Menschen kamen aus ganz Deutschland hierher und ich erfuhr sogar, dass einigen mein kleines Heimatdörfchen im Norden Deutschlands ein Begriff war ;). Da die Kirche aufgrund ihres Wiederaufbaus nach dem Ende des Kalten Krieges natürlich sehr geschichtsträchtig ist und nicht zuletzt weil sich dort eine Kopie der Stalingrad-Madonna befindet, die 1942 vom gefangenen evangelischen Theologen und Arzt Dr. Kurt Reuber gemalt wurde, war ein Besuch auf dem Weg durch Russland naheliegend. Die Stalingrad Madonna enthält den Schriftzug "Licht - Leben - Liebe - 1942 Weihnachten im Kessel" und ist heute ein Symbol für die Versöhnung zwischen Deutschland und Russland. Den Wortgottesdienst selber fand ich sehr bewegend, da es hauptsächlich um das Gemälde ging. Es wurden auch Briefe verlesen, die vom Maler aus der Gefangenschaft an seine Frau geschrieben wurden, in denen er die damalige Situation schildert.
Ich hab mich also nach dem WoGoDi kurz vorstellt und erzählt wo ich arbeite und was ich dort mache und habe damit scheinbar einen großen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen. Denn nachdem ich mit einigen von ihnen ins Gespräch gekommen war, durfte ich sogar einige üppige Spenden für das Obdachlosen Projekt von Marco und für das Kinderheim entgegennehmen. Falls jemand aus den Reihen der Besucher diesen Beitrag liest, möchte ich nochmal herzlich dafür danken. Sowohl Marco als auch die Verantwortlichen im Kinderzentrum haben sich sehr gefreut.
Ansonsten ist noch zu sagen, dass mir die Arbeit mit den Kindern sehr viel Spaß macht. Im Gegensatz zu den Erwachsenen kann ich mich mit den Kindern mit meinem Russisch schon fast gut verständigen ;). Auch wenn die Arbeit nicht immer einfach ist und die Schicksale einiger Kinder niemandem zu wünschen sind, glaube ich für mich, dass ich sehr viel aus dieser Arbeit mitnehmen werde und meine Erfahrungen in der Zeit nach diesem Jahr in Deutschland helfend einsetzen kann.
So meine lieben Leser, jetzt habt ihr also wieder einen kleinen Einblick in meine Arbeit bekommen.
Ich freue mich über jeden Kommentar zum Geschriebenen und auch über Grüße freue ich mich immer sehr.
Bis zum nächsten Mal
euer Markus


Auf dem zweiten Foto, das ich hinzugefügt habe, sieht man mich und Russlan im sogenannten Saal des Soldatenruhmes. Dies ist ein rundes Gebäude, dass von Soldaten bewacht wird, in dem ein ewiges Feuer zum Zeichen des Gedenkens brennt. An der Innenwand dieses Gebäudes sind eine Auswahl an gefallenen russischen Soldaten namentlich auf Tafeln verewigt worden.
Das zweite große Erlebnis in dieser Woche war eine deutsche Messe (bzw. Wortgottesdienst) in unserer katholischen Kirche St. Nikolai gegenüber von dem Kinderzentrum in dem ich arbeite. Dort sollte ich mich als Deutscher in Wolgograd auch kurz vorstellen und erzählen was ich mache und wie ich dazu komme. Mehr wusste ich vor der Messe dann auch nicht. Es stellte sich allerdings um 16.00 Uhr heraus, dass plötzlich eine Reisegruppe, bestehend aus drei Bussen voller Menschen, die das mittlere Alter durchaus eher mehr als weniger überschritten hatten, vor der Kirche hielten und nun mit ihrem eigens mitgebrachten Priester einen Wortgottesdienst feiern wollten. Die Menschen kamen aus ganz Deutschland hierher und ich erfuhr sogar, dass einigen mein kleines Heimatdörfchen im Norden Deutschlands ein Begriff war ;). Da die Kirche aufgrund ihres Wiederaufbaus nach dem Ende des Kalten Krieges natürlich sehr geschichtsträchtig ist und nicht zuletzt weil sich dort eine Kopie der Stalingrad-Madonna befindet, die 1942 vom gefangenen evangelischen Theologen und Arzt Dr. Kurt Reuber gemalt wurde, war ein Besuch auf dem Weg durch Russland naheliegend. Die Stalingrad Madonna enthält den Schriftzug "Licht - Leben - Liebe - 1942 Weihnachten im Kessel" und ist heute ein Symbol für die Versöhnung zwischen Deutschland und Russland. Den Wortgottesdienst selber fand ich sehr bewegend, da es hauptsächlich um das Gemälde ging. Es wurden auch Briefe verlesen, die vom Maler aus der Gefangenschaft an seine Frau geschrieben wurden, in denen er die damalige Situation schildert.
Ich hab mich also nach dem WoGoDi kurz vorstellt und erzählt wo ich arbeite und was ich dort mache und habe damit scheinbar einen großen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen. Denn nachdem ich mit einigen von ihnen ins Gespräch gekommen war, durfte ich sogar einige üppige Spenden für das Obdachlosen Projekt von Marco und für das Kinderheim entgegennehmen. Falls jemand aus den Reihen der Besucher diesen Beitrag liest, möchte ich nochmal herzlich dafür danken. Sowohl Marco als auch die Verantwortlichen im Kinderzentrum haben sich sehr gefreut.
Ansonsten ist noch zu sagen, dass mir die Arbeit mit den Kindern sehr viel Spaß macht. Im Gegensatz zu den Erwachsenen kann ich mich mit den Kindern mit meinem Russisch schon fast gut verständigen ;). Auch wenn die Arbeit nicht immer einfach ist und die Schicksale einiger Kinder niemandem zu wünschen sind, glaube ich für mich, dass ich sehr viel aus dieser Arbeit mitnehmen werde und meine Erfahrungen in der Zeit nach diesem Jahr in Deutschland helfend einsetzen kann.
So meine lieben Leser, jetzt habt ihr also wieder einen kleinen Einblick in meine Arbeit bekommen.
Ich freue mich über jeden Kommentar zum Geschriebenen und auch über Grüße freue ich mich immer sehr.
Bis zum nächsten Mal
euer Markus


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